5. Waldbestattung – Die verschiedenen Bestattungsarten

Inhaltsverzeichnis

  1. Erdbestattung – Die verschiedenen Bestattungsarten
  2. Urnenbestattung – Die verschiedenen Bestattungsarten
  3. Seebestattung – Die verschiedenen Bestattungsarten
  4. Feuerbestattung – Die verschiedenen Bestattungsarten

Eine schlichte und natürliche Waldbestattung kann für naturverbundene Menschen besonders tröstlich sein. Ursprünglich Förstern vorbehalten, die nach ihrem Ableben eine Verbindung zu ihrem Schutzwald erhalten wollten, steht die Waldbestattung heutzutage allen Menschen offen. Die letzte Ruhestätte kann im FriedWald, im RuheForst oder weiteren Ruhewäldern gelegen sein. Auch einige Friedhöfe bieten Baumbeisetzungen innerhalb des Friedhofsgeländes an. 

Der Ablauf einer Waldbestattung

Wer im Wald seine letzte Ruhe finden will, dessen Asche wird im Wurzelwerk eines Baumes beigesetzt. Der Waldbestattung muss somit eine Kremation vorausgehen. Anschließend wird die Asche in einer biologisch abbaubaren Urne an den gewünschten Bestattungswald überführt. Hier kann nun ein zeremonieller Abschied begangen werden. Ein weltlicher oder geistlicher Trauerredner kann auf Wunsch in einer Friedhofskapelle oder unter freiem Himmel zur Trauergemeinde sprechen. Persönliche Gegenstände und Fotos können für die Dauer der Trauerfeier aufgestellt, der christliche Erdwurf durch die Gabe von Blütenblättern auf das Grab symbolisiert werden. Auch eine Beisetzung in aller Stille ist möglich.

Haben sich alle Hinterbliebenen verabschiedet, verschließt der Förster die Grabstätte und bedeckt die Asche des Verstorbenen mit Waldboden und Laub. Die Urne löst sich mit der Zeit vollständig auf, sodass die Asche zurück in den natürlichen Kreislauf eingehen kann.

Von einer individuellen Gestaltung und Pflege der Grabstätte muss im Ruhewald allerdings abgesehen werden; schließlich soll die Unberührtheit der Umgebung nicht gestört werden. Stattdessen ziert die Natur allein die letzte Ruhestätte. Die Kennzeichnung der Grabstelle erfolgt mit einer dezenten Namenstafel, die am Stamm des Baumes an den Verstorbenen erinnert. Für Hinterbliebene, die ihre Verbundenheit zum Verstorbenen mit der Bepflanzung, Dekoration und Pflege des Grabes ausdrücken möchten, kann das mitunter einen großen Verzicht bedeuten.

Grabarten und Bestattungskosten

Die Waldbestattung gilt als verhältnismäßig kostengünstige Bestattungsform. Wird der Verstorbene im FriedWald beigesetzt, kann die letzte Ruhestätte in einem Basisplatz, einem Gemeinschafts-, Familien- oder Partnerbaum gelegen sein. So können auch Ehepartner und Familien gemeinsam ihre Ruhe unter dem Dach des Waldes finden. Die Beisetzung im RuheForst kann darüber hinaus in einem RuheBiotop erfolgen; dies sind verschiedene Naturdenkmäler wie beispielsweise Findlinge, die Platz für die Bestattung von bis zu zwölf Urnen bieten. Auch einige Friedhöfe sowie unabhängige Bestattungswälder bieten Beisetzungen in naturbelassener Umgebung an.